Ein Fest des anspruchsvollen Films bei freiem Eintritt.
Die Nacht des Programmkinos 2020.
Die Medienlandschaft ist bunt wie nie. Wir amüsieren uns wahrscheinlich nicht zu Tode, aber wir ertrinken in einer Flut von Bildern auf unseren Handys, Computern und Fernsehern, und erliegen zunehmend dem Reiz des Fragmentarischen, des Kurzen und und des Reißerischen. Das Kino ist einer der letzten Orte konzentrierter Aufmerksamkeit. Hier können sich Regisseure noch den Luxus erlauben, ihre Geschichten statt in kleinen Happen in großen Bögen zu erzählen und unsere ungeteilte Wahrnehmung einzufordern. Und hier entsteht auch tagtäglich ein Gemeinschaftserlebnis, das seit mehr als 100 Jahren die Magie des Kinos ausmacht.

Die Programmkinos sind in der Kinolandschaft ein Garant für Qualität und Vielfalt. Sie sind urbane Orte der Begegnung, der Auseinandersetzung und der Orientierung, und sie strukturieren das immer größere werdende Filmangebot für ein mündiges und waches Publikum. Die neuesten Filme der wichtigsten europäischen Filmautor*innen haben hier ebenso ihren selbstverständlichen Platz, wie herausragende Beispiele des Weltkinos und – in besonderem Ausmaß – das österreichische Filmschaffen. Michael Haneke, Ulrich Seidl, Barbara Albert, Ruth Beckermann und viele andere Regisseur*innen haben dem österreichischen Film zu Weltgeltung verholfen. Für sie alle und natürlich auch für eine jüngere Generation an Filmemacher*innen waren und sind die Programmkinos die wichtigste Brücke zum Publikum.

Die NACHT DER PROGRAMMKINOS fand 2011 zum ersten Mal statt, als es darum ging, gemeinsam die Notwendigkeiten eines digitalisierten Vorführbetriebs zu meistern. Nun stehen wir vor der Herausforderung, die Kluft zwischen stark steigenden Kosten und einer seit mehr als zehn Jahren stagnierenden Bundesförderung zu meistern. In einer Zeit, in der die privaten Fernsehsender mancher Boulevardblätter mit Millionenbeträgen gefördert werden, beträgt die maximale Jahresförderung des Bundes pro Standort 35.000 EUR. Damit werden wir in einer Medienlandschaft, die in allen ihren Bereichen ohne Förderung nicht denkbar ist, zu Almosenempfängern herabgestuft und in unserer Innovationskraft behindert. Dies ist daher auch ein dringender Appell an die Verantwortlichen Beamt*innen in der Kunstsektion, die Förderungen sofort und ohne wenn und aber zu erhöhen. Das sollte auch in Zeiten einer Übergangsregierung möglich sein!

Vor allem aber ist DIE NACHT DER PROGRAMMKINOS ein Dankeschön an unsere Zuschauer; an unsere Stammkund*innen, die uns seit Jahren die Treue halten und an alle, die diese Gelegenheit nutzen, wieder einmal bei uns vorbeizukommen. Und für alle, die zum ersten mal zu uns kommen, ist es eine Gelegenheit, uns und unsere Arbeit kennenzulernen. Unsere Programmschwerpunkte sind unterschiedlich, doch was uns alle eint, ist der Wunsch, unsere Leidenschaft für Arthausfilme mit möglichst vielen Kinobesucher*innen zu teilen.

15 Kinos in ganz Österreich nehmen an der NACHT DER PROGAMMKINOS teil. Mit Premieren, Previews, Filmklassikern, Kurzfilmen und Diskussionsveranstaltungen lassen wir gemeinsam mit unseren Zuschauern die Filmkunst hoch leben.
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